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Das Institut für Bioanalytik verfügt über eine hochwertige Ausstattung für seine jeweiligen Forschungsschwerpunkte.

Ausstattung

Es sind ein chemisches, ein mikrobiologisches und ein biochemisches/molekularbiologisches Labor vorhanden.

Das mikrobiologische Labor ist für Versuche der Sicherheitsstufe 1 nach Biostoffverordnung (BioStoffV) und Gentechnikgesetz (GenTg) und 2 (nach BioStoffV) zugelassen. Das biochemisch/molekularbiologische Labor ist für Versuche der Sicherheitsstufe 1 (nach BioStoffV und GenTg) zugelassen.

Alle drei Labore verfügen über eine solide Grundausstattung mit Sicherheitswerkbänken, Zentrifugen, Kühlzentrifugen, Wasserbädern, Schüttlern, Brutschränken und Mikroskopen. Sowohl für Protein- und DNA-Analytik, mikrobiologische Experimente wie auch Analysen im physikalisch-chemischen und chromatographischen Bereich stehen unzählige Möglichkeiten offen.

Methoden

Da Labore mit der Sicherheitsstufe 1 (nach GenTg) sowie der Sicherheitsstufe 1 und 2 (nach BioStoffV) zur Verfügung stehen, können vielfältige Experimente durchgeführt werden. Ein Schwerpunkt liegt im Bereich der Proteinanalytik und Proteomanalyse:

Protein-Protein Interaktion
Phagendisplay, Biomarker-Entwicklung, Biomarker Nachweis, ELISA, Fluoreszenzmikroskopie
Identifikation von Bindungspartnern durch AP-MS und in house software PIPINO

Protein-Quantifikation
SILAC (>3000 proteins), SILAM, TMT (up to 10-plex), LFQ

Protein-Modifikation
Phosphorylierung, Signal peptidase cleavage sites, Sulfation

Proteinstruktur
Chemical Crosslinking, H/D exchange mass spectrometry

Antikörper
Antikörperentwicklung und Produktion nach GLP/GMP (im Fraunhofer IZI)


Der zweite Schwerpunkt liegt in der mikrobiologischen Analyse:

Mikrobielle Gemeinschaften
Charakterisierung der phylogenetischen und funktionellen Zusammensetzung von mikrobiellen Gemeinschaften (Biofilm, Lebensmittel, Materialien, Biokraftstoffe)

Materialuntersuchungen
Materialbeständigkeit und Besiedelbarkeit gegenüber Mikroorganismen und Biofilmen mit und ohne Biozide

Analyse mikrobieller Adaptation
Mikrobielle Empfindlichkeit (Suszeptibilität) gegenüber Antibiotika, Bioziden und Naturstoffen

Analyse humanpathogener Mikroorganismen
Stammsammlung pathogener Lebensmittelkeime, Identifikation von Pathogenen, Aktivitätsbestimmung, qPCR funktioneller Gene

Stabile Isotopenbeprobung (SIP)
Analyse von komplexen, mikrobiellen Stoffwechselprozessen mittels Fettsäuren-SIP, RNA-SIP oder Protein-SIP z. B. zur Aufklärung von Biozidabbau oder Methanbildung

Fluoreszenz in situ Hybridisierung (FISH)
Sequenzspezifische Visualisierung von Mikroorganismen im Habitat

Geräte

Chemisches Labor

  • Orbitrap: Identifizierung von Proteinen, Proteinmodifikationen, Quantifizierung, Proteomanalysen
  • Nano HPLC: Auftrennung von Proteinen
  • IR Spektrometer: Strukturuntersuchung zur Identifikation von kleinen Substanzen, funktionellen Gruppen
  • GC-MS: Identifikation niedermolekularer Verbindungen
  • Mobile GC: Identifikation niedermolekularer gasförmiger Verbindungen außerhalb des Labors
  • UPLC System: Trennung von komplexen Mischungen niedermolekularer Verbindungen
  • ICP-MS: Quantifizierung von Elementen bzw. Bestimmung elementarer Zusammensetzungen

Mikrobiologisches und biochemisches Labor

  • DNA-, RNA- und Protein-Gelelektrophorese
  • Brutschränke mit optionaler Kohlendioxidversorgung für die Anzucht von Mikroorganismen
  • Autoklaven
  • Hochdurchsatzextraktionsverfahren von RNA und DNA aus komplexen Matrices
  • PCR-Geräte: DNA und RNA Amplifikation
  • qPCR-Geräte: quantitative DNA und RNA Amplifikation
  • FLUOstar Optima Multifunktions-Plattenreader: u.a. Messung von Fluoreszenz, Lumineszenz, Absorption
  • Photometer: Bestimmung der optischen Dichte
  • diverse Mikroskope
  • Fluoreszenzmikroskop mit EM-CCD-Kamera für Einzelmolekülanwendungen mit stabilem Fokus zur optischen Darstellung von Zellen bzw. deren Proteine